Home Hardware Absatz von E-Book-Readern stark eingebrochen

absatz-bricht-einBisher wurden E-Book-Reader als den Buchersatz der Zukunft gehandelt. Diese Vision wird nun von den multifunktionalen Tablets, die immer beliebter und auch preisgünstiger werden, bedroht. Der Verkauf von E-Book-Lesern ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel zurückgegangen. Analysten bekräftigen, dass die Gerätehersteller nur mit einem niedrigerem Preis dagegen halten können. Die Prognose von IHS iSuppli sagt für 2013 voraus, dass auch hier weiter der Markt schrumpfen wird – um ca. 27 Prozent.

So explosiv, wie die E-Book Reader in den Jahren 2008 bis 2010 an Marktanteil zugelegt haben, können sie auch demnächst wieder von der Bildfläche verschwinden. Der Grund liegt laut iSupply am Konzept der eBook-Reader. Die Geräte erfüllen nur einen Zweck und werden deshalb gerne vom Verbrauch gegen Tablets ersetzt, die dieselbe Funktionalität und mehr bereitstellen.

Ein Hoffnungsschimmer wird wohl der E-Book Reader Txtr Beagle sein, der angeblich zu einem Kampfpreis in Höhe von 10 Euro angeboten werden soll. Möglich soll dies eine Subvention von den Netzbetreibern in Kooperation mit dem Hersteller machen. Amazon macht hingegen zu den anderen Herstellern einiges besser: das Geld wird nicht durch den Verkauf des Gerätes, sondern durch den Verkauf von Inhalten verdient. Diese Taktik hat mehr bestand, laut iSupply.

Meine Meinung dazu: Bücherwürmer und diejenigen, die viel lesen müssen, werden den E-Book-Reader auf Dauer nicht den Rücken kehren. Die hintergrundbeleuchteten Displays, die auch in der Sonne sehr schlecht lesbar sind, lassen die Augen sehr stark ermüden. Zudem wiegen E-Book-Reader viel weniger, als Tablets und halten ebenso bei der Akkulaufzeit mehrere Wochen oder sogar Monate mit einer Akkuladung aus! Zudem bieten immer mehr E-Book-Reader Internetzugang und einen Browser zum Surfen und ermöglichen das Abspielen von MP3s. Die Funktionalität nimmt also zu. Um zum Schluss zu kommen: Tot gesagte leben länger.